Ein psychologisch betreuter Spaziergang in mehreren Akten

1. Akt: Einfach mal eben raus - wenn von "einfach" keine Rede sein kann

Draußen scheint die Sonne. Es kündigt sich ein schöner Tag an. Er beschließt, eine Runde um die Felder zu gehen. Noch während er seine Schuhe bindet und seine Jacke anzieht, tauchen Fragen in seinem Kopf auf. Ist das jetzt egoistisch? Was werden die Nachbarn denken, wenn Sie ihn draußen spazieren gehen sehen? Wäre das Sicherste, das Richtigste jetzt nicht, einfach Zuhause zu bleiben? Er denkt eine Weile nach. Er würde sich an die empfohlenen Regeln halten. Er würde ausreichend Abstand halten und auch sonst besonders achtsam und vorsichtig sein. Außerdem wäre es wichtig für sein psychisches Wohlbefinden. Er entscheidet sich zu gehen.  Der Spaziergang startet mit einem leichten Unbehagen. Die Luft ist noch morgendlich kühl. Es sind nicht viele Menschen unterwegs. Es fühlt sich frei an und leicht. Im nächsten Moment aber fühlt es sich noch falscher an, jetzt unterwegs zu sein. 

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    Einer von wenigen zu sein, kann sich anfühlen, als ob man etwas falsch mache. Unsere Mitmenschen geben uns Orientierung und Gewissheit. Durch die vermutete oder auch tatsächlich geäußerte Zustimmung der anderen können wir Sicherheit erleben. Wir nutzen das Verhalten der anderen als eine Art Kompass für das eigene Richtig und Falsch. Es hat sich grundsätzlich bewährt, sich an den Regeln der Gruppe und des Kollektivs zu orientieren. Es reduziert Konflikte, ist ressourcenschonend und stärkt das Gemeingefühl, führt also zu einer stärkeren Bindung. Gleichzeitig kann eine zu starke Orientierung, ein vorauseilender Gehorsam, ein unreflektiertes Übernehmen von starren Regeln und das ständige Recht-Machen-Wollen auch zu einer Beengtheit und inneren Leere führen, wenn eigene Impulse ständig unterdrückt werden müssen. Es kann sich anfühlen, als ob man sich ständig verstellen müsste.

    Das Gefühl der Andersartigkeit, des Abweichens von der vermuteten gesellschaftlichen Norm kann Unbehagen auslösen. Es erfordert ein stabiles Selbst. Es ist daher wichtig, in einer schwierigen Situation zu verantwortungsbewussten Entscheidungen zu finden, die sowohl die eigenen Ziele, als auch die durch das Handeln verursachten Nebenwirkungen, einbeziehen. In der Psychologie spricht man hierbei auch von einem Autonomie-Abhängigkeitskonflikt. Je autonomer wir entscheiden, desto mehr Verantwortung tragen wir.

2. Akt: Wenn aus Begegnung zu Aus-Dem-Weg-Gehen wird

In der Ferne sieht er ein paar andere Menschen. Ein paar Jogger, ein paar Radfahrer, ein paar Spaziergänger. Nach einer Weile begegnet ihm eine Mutter, einen Kinderwagen schiebend und einen kleinen Jungen an der Hand, der noch etwas unbeholfen neben ihr hin- und her wankt. Er wechselt die Straßenseite, wendet seinen Blick ab, weg von der kleinen Familie auf der anderen Seite. Ein leichtes Schuldgefühl taucht in ihm auf. Plötzlich gibt es so etwas wie ein richtiges oder falsches Verhalten in einer so gewöhnlichen Situation. Da ist in ihm die Frage, ob er noch mehr hätte tun können. Hatte er seinen Blick rechtzeitig abgewandt oder war es schon etwas spät gewesen? Hatte er den Mund geöffnet oder geschlossen? Hätte er vielleicht doch lieber ein Lächeln schenken oder den Mund lieber geschlossen halten sollen? 

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    Gleichzeitig ist dort aber auch eine entgegengesetzte Schuld zu finden. Denn das Abwenden vom Anderen ist normalerweise ein unhöfliches Verhalten. Es wird nicht als fürsorglich, wohlmeinend erlebt, auch wenn es das in dieser Krise ist. Das offensichtliche Abwenden, die Zurückweisung einer Person ist gewöhnlich ein gesellschaftliches Tabu. In dieser Situation ist die Zurückweisung und das Abwenden das gesellschaftlich erwünschte. Wir müssen uns also entgegen unserer Sozialisation, entgegen unseres natürlichen Benehmens verhalten. Das Abwenden von einer Person ist eine Art der Ausgrenzung. Ausgrenzung ist etwas, das wir Menschen als schmerzhaft erleben. Im Regelfall wollen wir uns als zugehörig erleben. Wir wollen gerne dazugehören. Im Umgang mit der Corona-Krise werden wir also zum Ausgrenzer und zu Ausgegrenzten. Es kann als eine Kränkung empfunden werden, wenn andere Menschen uns ausweichen oder Distanz zu uns wünschen, selbst dann, wenn wir rational wissen, dass die Ausgrenzung und das Abwenden nichts mit uns persönlich zu tun haben, im Gegenteil, sogar unserem Schutz dienen. Wir wollen nicht als jemand wahrgenommen werden, zu dem man sich Distanz wünscht und auf dessen Nahekommen man mit Ekel, Abscheu und Abwenden reagiert. In Begegnungen mit anderen bewegen wir uns also ständig in dem Konfliktfeld zwischen Nähe und Distanz. Das gilt auch für ganz normale Zeiten. In der aktuellen Krisen-Situation müssen wir uns aber auf ein neues Nähe-Distanz-Verhältnis einpendeln und dieses Neue als etwas Normales empfinden lernen.

3. Akt: Soziale Distanz, einfacher gesagt als getan

Das schöne Erwachen der Natur, das erste Aufblühen der Bäume, der leichte Wind und die frühlingshafte Wärme mischen sich mit einem aufsteigenden Unbehagen. Er geht vorbei an einer Schrebergartenanlage. Zwei Frauen unterhalten sich an der Straße, die eine auf der linken Seite stehend, die andere auf der rechten Seite. Daneben, an den Rändern, Ackerlandschaft. Es taucht der Gedanke auf: „Wie komme ich da jetzt am besten durch?“, als ob dort nicht zwei Frauen, sondern zwei zähnefletschende Dobermänner stünden. In Gedanken tauchen winzig kleine Speichelmoleküle auf, die, wie bei einem Rasensprinkler, herabrieseln. Es ist eine unangenehme Vorstellung, die er, kaum war sie entstanden, gerne hinfortgeschoben hätte. Ein neues Gefühl taucht auf - Ärger. Er hatte sich zuvor nie über zwei Menschen geärgert, die über die Straße hinweg miteinander sprachen. Doch plötzlich war ein harmloses Verhalten zu einem gefährdenden Verhalten geworden. Verhielten sich die beiden Damen nun rücksichtslos? War er zu überempfindlich? Diese Frage stellte er sich so oft in der letzten Zeit. 

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    An dieser Situation macht sich ein weiterer Konflikt fest, mit dem die Menschen derzeit neu zurechtkommen müssen. Egoismus vs. Rücksichtnahme. Welche Handlungsoptionen hatte er zur Verfügung? Er könnte über das Feld ausweichen, umkehren, einfach hindurchgehen oder kommunikativ kenntlich machen, dass er mit der gegebenen Situation nicht einverstanden war.  Jede dieser Handlungsoptionen teilt etwas über sein Innenleben mit,  frei nach Watzlawicks „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Würde er einfach hindurchgehen, könnte auch er selbst als der Unbekümmerte, Rücksichtslose gelten, dem die aktuelle Situation scheinbar egal war. So könnte sich die ganze Situation um 180 Grad drehen. Würde er über das Feld ausweichen, könnte er schlechte Gefühle in den beiden Frauen auslösen. Es könnte nichtverbal kommuniziert sein: „Ihr seid rücksichtlos“, „Ihr sorgt nicht gut für eure Mitmenschen“ und in ihm selbst könnte das Gefühl der Wut, ob dieser wahrgenommenen Rücksichtslosigkeit wachsen. Es könnte auch versucht werden, kommunikativ eine Lösung herzustellen, bspw. mit „Wie machen wir das jetzt am besten mit dem Abstand? Das ist ja gerade so schwierig, sich da richtig zu entscheiden“. Dann wäre ein innerer Zustand direkt mitgeteilt. Das Problem wäre dann die Situation (nicht die beteiligten Personen), die zudem noch als schwierig gekennzeichnet wird. Dadurch kann bei allen Beteiligten eine zwischenmenschliche Beruhigung einkehren und auf eine Lösung fokussiert werden. Gleichzeit können natürlich auch hier Schwierigkeiten auftreten. Denn man selbst könnte als „empfindlich, penibel“ dastehen. Das eigene Selbstkonzept und die eigene innere Haltung spielen dabei  eine sehr entscheidende Rolle.  Je nachdem, welche Seiten ich in meine Pesönlichkeit integrieren konnte, kann mir eine solche Situation größere oder kleinere Schwierigkeiten bereiten. Gehört zu meinem Selbstkonzept z.B. „Ich darf keine Schwäche zeigen“, dann wird es mir schwerer fallen, um Rücksichtnahme zu bitten.

4. Akt: Grenzen ziehen oder lieber fliehen

Nachdem die beiden Frauen und er die Situation kommunikativ zufriedenstellend gelöst hatten, er hatte sein Unbehagen ausgesprochen und war auf Verständnis gestoßen, traf er auf einen Bekannten, der einen Spaziergang mit seinem Hund machte. Er blieb stehen und grüßte aus der Entfernung. Auch sein Bekannter grüßte ihn freundlich zurück. Sie sprachen über dies und das und während Sie sprachen, näherte sich sein Bekannter immer weiter. Er konnte sich zunehmend weniger auf die Gesprächsinhalte konzentrieren und war stattdessen mit dem Abstand zwischen ihm und seinem Bekannten beschäftigt. Er spürte, dass er die Situation zunehmend als unangenehm empfand und er sich wünschte, dass sein Bekannter wieder einen Schritt zurücktreten würde. 

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    In dieser Situation ist es von besonderer Wichtigkeit, wieder in die eigene Wohlfühlzone zurückkehren zu können. Welche Handlungsoptionen stehen zur Verfügung? Er könnte selbst immer wieder einen Schritt zurückmachen und damit seinen Wohlfühlbereich herstellen. Es könnte aber komisch wirken und auch sein Gegenüber vor den Kopf stoßen. Er könnte die Situation über sich ergehen lassen, aber wahrscheinlich würde er ein Gefühl des Ärgers auf sich selbst und den anderen empfinden, eventuell sogar Gefühle von Kontrollverlust, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein. Er könnte auch hier wieder kommunikativ handeln, indem er seine persönliche Grenze kommuniziert. Für das eigene psychische Wohlbefinden ist es eine sehr wichtige Fähigkeit, eigene Grenzen zu ziehen. Ansonsten befindet man sich in einer ständigen Abhängigkeit von einem sehr achtsamen Umfeld, dass in der Realität kaum vorkommen dürfte. So könnte er in dieser Situation beispielsweise kommunizieren: „Mir ist es aufgrund der aktuellen Situation ehrlich gesagt lieber, wenn wir mehr Abstand halten“.  Dies ist eine Möglichkeit wieder ins Handeln zurückzukehren und aus unangenehmen emotionalen Zuständen herauszutreten. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie sie gerade auf andere wirken oder was ihr Verhalten bei anderen auslöst, daher ist es hilfreich, sie aus dieser Haltung heraus zu konfrontieren und nicht aus der Haltung heraus, dass sie etwas mit böser Absicht täten und sie dafür anzugreifen. Letzteres führt im Regelfall eher zur Defensive oder in eine angreifende Haltung des Gegenübers, verschließt das Gegenüber aber für einen Veränderungsprozess. Um die Kommunikation zu öffnen hat es sich bewährt, das mitzuteilen, was man beobachten kann und das eigene Empfinden darauf zu äußern,  also z.B. „Du, ich merke gerade, dass wir uns immer wieder näher kommen und das mag ich gerade nicht, weil du weißt ja, wegen der Corona-Sache“. Die allermeisten Menschen handeln nicht aus böser Absicht mir gegenüber, sondern sind genau so unsicher wie ich selbst. Natürlich kann es auch vorkommen, dass man trotz kommunikativer Mitteilung auf Unverständnis trifft. Das liegt nicht in Ihrer Hand. Wir können die Werturteile anderer nicht verändern, zumindest nicht ohne aktive Diskussions- und Reflexionsbereitschaft. In diesem Fall ist es dann notwendig Beharrlichkeit zu zeigen und auf den eigenen Abstandswünschen zu bestehen. Evtl. kann das in folgender Art und Weise kommuniziert werden: „Ich höre, dass du eine andere Einschätzung der Situation hast als ich. Mir ist es trotzdem wichtig, dass du meinen Wunsch respektierst und genügend Abstand hältst, denn sonst fühle ich mich einfach unwohl.  

5. Akt: Ungerecht - ich mache ja, aber die anderen ....

Er war nun schon eine Weile unterwegs und nicht mehr weit von seinem Zuhause entfernt. Da sah er, wie zwei scheinbar befreundete Paare in einer lebhaften Diskussion miteinander waren, bei der sie sich auch berührten. Sie standen nahe beieinander und schienen ganz und gar unbekümmert. Er spürte ein ungutes Gefühl in sich. Er konnte es zunächst nicht eindeutig zuordnen, bis er bemerkte, dass es eine Mischung verschiedener Gefühle war, mit denen er zu tun hatte. Auf der einen Seite war da Neid, sich nicht so unbekümmert, frei und sorglos verhalten zu können, wie diese Personen es da machten. Es war unfair. Einen Moment lang trat Zweifel in seine Gedanken. War er selbst zu sensibel, zu penibel, zu ängstlich, zu zwanghaft? Er dachte kurz darüber nach und kam zu der Einschätzung, dass er sich nicht übertrieben verhielt, sondern sich an die allgemein empfohlenen Maßstäbe hielt. Er selbst würde sich auch gerne mal nicht an die Regeln halten, wieder unbeschwerter fühlen. Da war aber auch ein Gefühl der Ungerechtigkeit. Er fand es einfach unfair, dass er selbst sich so große Mühe gab, im Denken und im Verhalten. Er nahm sich zurück, wägte Vor- und Nachteile ab. Er verzichtete auf Kontakt zu Freunden und Familie. Er nahm beim Einkaufen nicht mehr als er benötigte. Er hielt Abstand und versuchte die Hygieneregeln zu befolgen. Es ärgerte ihn maßlos und machte ihn unglaublich wütend zu sehen, dass andere sich so respektlos verhielten. Wofür bemühte er sich da, wenn andere die Ratschläge mit Füßen zu treten schienen und taten, wonach Ihnen die Lust stand? Was hatte er von seinem tugendhaften Verhalten? 

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    Es ist schwierig sich in so  einer Situation zu verhalten. Welche Handlungsoptionen stehen zur Verfügung? Er könnte die Personen auf ihr Verhalten ansprechen. Er müsste dann aber auch mit einer aggressiven, angreifenden Reaktion rechnen. Er könnte auch einfach an ihnen vorbeigehen und nichts machen. Eventuell wäre dann aber seine Wut und seine Empörung in ihm und er müsste einen anderen Weg finden, die negative Energie wieder abzubauen. Er beschloss, Zuhause mit seiner Familie darüber zu reden. Denn schließlich ist geteiltes Leid, halbes Leid. Es ist nichtsdestotrotz eine emotional schwierige Situation. Es gibt hier – wie so oft im Leben – kein Richtig oder Falsch. Es ist ein komplizierter, teils bewusster, teils unbewusster Abwägungsprozess bei dem jedes Ergebnis herauskommen kann. Solche Situationen kennt jeder aus ganz anderen Alltagssituationen in denen Menschen sich entgegen der eigenen Prinzipien oder Wertvorstellungen verhalten. Immer wieder gilt es dann zu entscheiden, wie man sich dazu verhalten möchte. Hält man die wahrgenommene Differenz aus, was eine psychische Leistung ist oder geht man in einen Dialog, von dem man nicht weiß, wie der Kritisierte damit umgehen wird. Oder schaltet man eine weitere Instanz, beispielsweise die Polizei ein? Gerade in der Corona-Krise ist dieser innere Konflikt sehr präsent. Es geht hier um die Grenzen der eigenen Verantwortung. Wie verantwortlich fühle ich mich für das Verhalten anderer und damit für Dinge, die nicht in meinem direkten Handlungsbereich liegen? Vielleicht ist es auch hier aus psychologischer Perspektive hilfreich zu überlegen, welche Konsequenzen es für mich hätte, wenn ich nicht reagiere und welche, wenn ich reagiere. Evtl. würde ich eine große Unzufriedenheit mit mir spüren, wenn ich nichts täte oder sogar Schuldgefühle empfinden. Vielleicht entscheide ich mich aber auch, dass ich das Verhalten der anderen nicht als meinen Verantwortungsbereich sehe oder auch dazu, dass ich mich selbst nicht gefährden möchte. Jede Entscheidung hat eine Konsequenz für mich und für andere.

    Was das Gefühl der Ungerechtigkeit angeht, bzw. die Frage danach, warum man sich selbst eigentlich so diszipliniert verhalten sollte, wenn man andere sieht, die sich Freiheiten herausnehmen, kann es hilfreich sein, sich über seine eigene Position klar zu werden. "Wer möchte ich sein?", "Wie möchte ich handeln?" und zwar unabhängig davon, wie andere Personen sich verhalten oder sein möchten.  Es ist auch ein Feststellen der eigenen Werte, der eigenen Haltung, zu mir selbst, anderen und der Welt gegenüber. Das Resultat ist das eigene Richtig. Es ist meine Verhaltensrichtlinie, mein Bezug zur Welt, den ich selbstbestimmt unabhängig von den Weltbezügen andere leben möchte. 

Schluss

Er war Zuhause angekommen. Die Bewegung tat gut, die frische Luft und das erste Erblühen der Bäume, Pflanzen und Gräser waren eine Wohltat für die Seele. Er bemerkte aber auch eine Angestrengtheit in sich, die nicht von der Bewegung des Körpers, sondern von den Bewegungen seiner Seele stammte. Emotional gesehen ist vieles passiert, vieles, das zum ersten Mal erfahren, durchlebt und durchdacht werden muss.

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    In diesem Sinne wünsche Ich Ihnen, dass sie gnädig und nachsichtig in diesen Zeiten mit sich und anderen sind. Es sind auch zwischenmenschlich herausfordernde Zeiten, die das ganze Spektrum an menschlichen Empfindungen bedienen. Die Konflikte sind dabei nicht neu. Sie treten aber in neuen Konstellationen, unter neuen Umständen auf und erfordern ein Einschwingen auf die neuen äußeren Gegebenheiten. Es ist aber möglich, seinen Blick auf die Chancen dieser herausfordernden Zeit zu richten. Denn trotz aller Schwierigkeiten, bieten ebendiese beispielhaft aufgeführten Konfliktkonstellationen, die Möglichkeiten ,sich persönlich weiterzuentwickeln. So beispielsweise die Möglichkeit, sich durch seine eigenen Reaktionen und Impulse besser kennenzulernen, eigene Wünsche zu äußern, Grenzen zu setzen, die eigene Meinung zu sagen oder achtsamer mit sich und anderen umzugehen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am: 07.04.2020